• Angewandte Improvisation in der Behandlung von Essstörungen

    Karlsruhe

    Angewandte Improvisation (nach Viola Spolin und Keith Johnstone) bietet in der Therapie die Möglichkeit der emotionsaktivierenden Behandlung. Es handelt sich um aktivierende Gruppenspiele sowie die Entwicklung von Szenen „aus dem Moment“ heraus, die Entwicklung von Spontaneität sowie die bewusste Abkehr vom kognitiven Fokus. Weitere Grundprinzipien bestehen in einer zugewandten, kontaktoffenen, akzeptierenden Haltung („Yes, and…“) sowie einer dezidiert positiven Fehlerkultur („Scheiter heiter!“). Zudem werden achtsamkeits- und konzentrationsfokussierte Methoden vermittelt. Durch eine wertfreie Exposition mit Scham und Kontrollverlustängsten hat die Angewandte Improvisation das Potenzial, Essstörungspatientinnen allgemein beim Aufbau von Flexibilität, Selbstsicherheit oder Fehlertoleranz, aber auch themenorientiert in der Körperbildarbeit zu unterstützen. Sowohl zur Angewandten Improvisation in der Körperbildarbeit als auch zur allgemeinen IMPRO:VE-Gruppe wurden sowohl Fragebogendaten als auch Erfahrungsberichte von Patientinnen erhoben. Die Erfahrungen von Anwendenden und Teilnehmenden sind äußerst positiv und vielversprechend: Die Methode bietet neben dem Training von Flexibilität und Ressourcenstärkung eine sehr effiziente Möglichkeit, in kürzester Zeit wichtige Themen emotionsaktivierend und wertfrei sowie konstruktiv zu besprechen und alternative Verhalten auszuprobieren. Belastende Themen werden so leichter thematisierbar. Eine systematische Evaluation der Wirkung und der Wirkmechanismen der Angewandten Improvisation in der Therapie steht noch aus. Die positiven Erfahrungen sollten uns motivieren, diese Forschungsperspektive zu verfolgen. Dr. Reinhild Schwarte

  • Angewandte Improvisation als therapeutisches Werkzeug in der Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie

    Köln

    Das Improvisationstheater findet derzeit besonders im kulturellen Bereich weltweit zunehmend Beachtung. Auch in der Psychotherapie gewann die Methode in den letzten Jahren verstärkt an Bekanntheit. Die Anwendungsbereiche sind vielfältig: Für soziale Phobien, depressive Erkrankungen, aber auch in der Traumatherapie oder der Arbeit mit Essstörungen bieten Elemente aus dem Improvisationstheater großes Potenzial. Nutzbar sind diese im Einzel-, Gruppen- und Familiensetting. Das Improvisationstheater bietet die Möglichkeit der ganzheitlichen, dabei insbesondere emotionsaktivierenden Behandlung. Es handelt sich nicht um vorgefertigte Rollenspiele, sondern um die Entwicklung von Szenen „aus dem Moment" heraus, die Entwicklung von Spontaneität sowie die bewusste Abkehr vom kognitiven Fokus. Weitere Grundprinzipien bestehen in einer zugewandten, kontaktoffenen, akzeptierenden Haltung („Yes, and...") sowie einer dezidiert positiven Fehlerkultur („Scheiter heiter!"). Zudem werden achtsamkeits- und konzentrationsfokussierte Methoden vermittelt. Auch in der Körperbildarbeit kann die Methode wirkungsvoll eingesetzt werden. In dieseem Einführungsworkshop stelle ich die Methode des Improvisationstheaters sowie bewährte Übungen vor, die sich sowohl in der Einzeltherapie als auch in der Arbeit mit Familien und Gruppen nutzen lassen. Dargestellt werden die Möglichkeiten des Improvisationstheaters auf allgemeiner Ebene sowie exemplarisch der Ablauf einzelner Therapieeinheiten. Diese werden sowohl theoretisch vermittelt als auch praktisch erlebt. Erfahrung im Theaterspiel ist nicht notwendig, Voraussetzung ist lediglich die Bereitschaft, sich auszuprobieren. […]

  • 3er Block: Basis-Workshop Impro:ve

    Hürth

    Basis-Workshop IMPRO:VE mit DGAIT-Zertifikat: Im Workshop werden zentrale Grundhaltungen und Methoden der Angewandten Improvisation vermittelt und praktisch erfahrbar gemacht. Dazu zählen aktivierende Gruppen- und Interaktionsübungen, das Entwickeln von Szenen „aus dem Moment heraus“, achtsamkeits- und konzentrationsfokussierte Methoden sowie eine zugewandte, akzeptierende Haltung („Yes, and…“) und eine bewusst positive Fehlerkultur („Scheiter heiter!“). Die Methode eignet sich u. a. für die Arbeit mit emotionaler Instabilität, Dissoziationen, sozialen Ängsten und Phobien, depressiven Erkrankungen, Essstörungen sowie für die Körperbildarbeit. Die Fortbildung umfasst 48 Unterrichtseinheiten an drei Wochenenden, ist CME-zertifiziert und bildet die Basis für das DGAIT-Zertifikat. Der Workshop beinhaltet Theorie, Praxis und Selbsterfahrungsanteile. Dr. Reinhild Schwarte und Dr. Cornelia Vitt-Beiler

  • Angewandte Improvisation in der Therapie – eine innovative, niederschwellige Methode zur Emotionsaktivierung in der ambulanten und stationären Psychotherapie mit Kindern und Jugendlichen

    Online

    Im Vortrag wird die Methode der Angewandten Improvisation (angelehnt an Viola Spolin und Keith Johnstone) vorgestellt, die in unterschiedlichen Bereichen zunehmend an Beachtung gewinnt. Einleitend wird ein Überblick über die Geschichte und die wesentlichen Grundhaltungen des Improvisationstheaters gegeben. Auf dieser Basis wird erläutert, wie die angewandte Improvisation gezielt in Einzel-, Gruppen- und Familientherapie angewendet werden kann, außerdem die aktuelle Studienlage sowie entwicklungsspezifische Besonderheiten für die Anwendung in der Kinder- und Jugendpsychotherapie dargestellt. Anhand konkreter Praxisbeispiele wird die Flexibilität der Methode aufgezeigt: Improvisationstechniken können sowohl themenzentriert als auch allgemein zur Auflockerung eingesetzt werden; sie eignen sich als eigenständige Methode oder als kreativer, emotionsaktivierender ergänzender Baustein in verschiedenen Therapiekonzepten. Der Kern des Vortrags ist das Modell IMPRO:VE, welches sieben zentrale Zielbereiche der angewandten Improvisation definiert, die helfen, emotionale Prozesse in unterschiedlichen therapeutischen Settings zu fördern. Präsentiert werden spezifische Übungen für Einzeltherapie und Familienthemen sowie beispielhafte Anwendungen in ambulanten und stationären Gruppen. Illustrierend verdeutlichen Filmbeispiele die Anwendung der Methode mit sozial ängstlichen Patient:innen sowie mit essgestörten Patientinnen in der Körperbildgruppe. Dr. Reinhild Schwarte und Dr. Cornelia Vitt-Beiler

  • Schematherapie mit den Methoden der angewandten Improvisation

    Köln

    Dieser Workshop vermittelt, wie Methoden der Angewandten Improvisation gezielt in der Schematherapie eingesetzt werden können – und umgekehrt, wie schematherapeutische Konzepte die improvisationsbasierte Arbeit vertiefen. Im Mittelpunkt steht ein erfahrungsorientierter Zugang, der therapeutische Prozesse aus dem „Kopf“ ins Erleben bringt. Nach einer Einführung in die Grundlagen der Improvisation und der Schematherapie liegt der Schwerpunkt auf der praktischen Anwendung von Impro-Methoden in der schematherapeutischen Arbeit. Dabei werden u. a. das spielerische „Ins Tun kommen“, die Stärkung des Happy Child und das Erleben von Flow, der Aufbau des inneren Helfers, die Arbeit mit kompetenten Modi sowie das Abschwächen von innerem Kritiker und dysfunktionalen Copingmodi behandelt. Emotionsausdruck, Validierung, Statusübungen und Elemente aus Forumtheater und Spieltherapie unterstützen die nachhaltige Veränderung auf emotionaler Ebene. Abschließend wird erarbeitet, wie schematherapeutische Konzepte in der Angewandten Improvisation genutzt werden können, um Schemata im freien Spiel zu erkennen, zu benennen, Bewältigungsmodi zu verringern und neue, korrigierende Erfahrungen zu ermöglichen. Die Fortbildung umfasst 12 Unterrichtseinheiten, ist CME-zertifiziert und die Anerkennung für das DGAIT-Vertiefungszertifikat ist beantragt.